Mitgliederbefragung zur Fort- und Weiterbildung in „Reisemedizin“
 
Der Vorstand des Deutschen Fachverbandes Reisemedizin hat die Fachverbandsmitglieder mittels Fragebogenaktion um eine Meinungsäußerung zur Frage der Plazierung der „Reisemedizin“ in der neuen Weiterbildungsordnung gebeten. Die Befragung fand kurzfristig zur Flankierung der Argumentation des Vorstandes gegenüber der Ärztekammer und anderen Fachgesellschaften im April diesen Jahres statt. Fast die Hälfte der 750 angeschriebenen Mitglieder antworteten uns. Erste Ergebnisse wurden im Rahmen der Jahrestagung des Fachverbandes bereits mitgeteilt.

Im einzelnen wurde erfragt:
  • Würden Sie, wenn möglich, eine Bezeichnung „Reisemedizin“ auf dem Wege einer berufsbegleitenden Fort- oder Weiterbildung für sich anstreben?
  • Wenn ja, welche Voraussetzungen für eine Qualifikation in Reisemedizin würden Sie für sinnvoll halten?
  • Welche Fachdisziplinen können Ihrer Meinung nach wesentlich zu den wissenschaftliche Grundlagen der Reisemedizin beisteuern?
  • Sollte die Reisemedizin als eigenständiges Fachgebiet in der Medizin interdisziplinär weiterentwickelt werden, oder würden Sie die Anbindung an ein anderes Fachgebiet für sinnvoll halten?
  • Wie beurteilen Sie die von der Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) e.V. angestrebte Anbindung der Reisemedizin an die Tropenmedizin?
  • Wie beurteilen Sie den von der DTG eingebrachten Weiterbildungsvorschlag für eine Bereichsbezeichnung „Tropen- und Reisemedizin“?
Die vollständige Veröffentlichung der Ergebnisse folgt in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift Flug- und Reisemedizin. Vorab sei aber schon mitgeteilt, dass sich über 80% der Antworten der Mitglieder für eine eigenständige Reisemedizin und gegen eine Anbindung an irgend ein anderes Fachgebiet aussprechen.

Dr. Ulrich Klinsing